Viele Debüts in der kommenden Spielzeit 2017/2018 Konzert und Oper

DEBÜTS:

VOLKSOPER WIEN, ROYAL STOCKHOLM PHILHARMONIC ORCHESTRA , DEUTSCHES SINFONIEORCHESTER BERLIN, DEUTSCHE RADIOPHILHARMONIE KAISERSLAUTERN, TOLEDO SYMPHONY ORCHESTRA, GÄVLE  SYMPHONY ORCHESTRA, WERMLAND OPERA, NORDIC CHAMBER ORCHESTRA, 

WIEDERHOLT ZU GAST BEI: GÖTTINGER SYMPHONIE ORCHESTER, GOTHENBURG UNIVERSITY SYMPHONY ORCHESTRA, STAATSORCHESTER KASSEL, TURKU SYMPHONY, TfN-ORCHESTER HILDESHEIM, 

PREMIEREN OPER:

O. Nicolai, DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR,  Staatstheater Kassel mit Live-Übertragung der Premiere bei Deutschlandradio Kultur

Am 22.4. in Hr2 Kultur, Premiere ROMÉO ET JULIETTE zum Nachhören!

 
„Wie genial Gounod mit Orchesterfarben und -stimmungen spielt, führte das Staatsorchester unter der Leitung der Ersten Kapellmeisterin Anja Bihlmaier vor. Schwungvoll tänzerisch beim festlichen Beginn, duftig leicht, aber auch durchaus brachial in den Kampfszenen kam die Musik aus dem Graben.“

Frankfurter Rundschau, Georg Pepl, 10.04.2017

„Weitaus überzeugender ist die musikalische Umsetzung – vor allem dank Dirigentin Anja Bihlmaier, die mit dem Staatsorchester Kassel einen attraktiven Gounod-Klang gestaltet. Da fehlt nichts, von zupackender Dramatik bis zu betörend lyrischen Passagen.“

 

Göttinger Tageblatt, Michael Schäfer, 13.04.2017

„Ohne jeden Stilbruch aber gestaltet Dirigentin Anja Bihlmaier die Musik dieser Oper. Sie zaubert im Orchester wunderschöne klangfarbliche Nuancen hervor, lässt Juliettes Walzerlied derart schwerelos schweben, dass man beim Zuhören schier die Bodenhaftung verliert. Ganz geschmeidig zeichnet sie die Partitur nach, hält dabei das groß besetzte Ensemble mit zwölf Solisten, Chor und Extrachor musikalisch perfekt zusammen.“
 

Premiere DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL am Staatstheater Kassel

„…Vollends überzeugend gerät die erste Kasseler Operneinstudierung,…die 1. Kapellmeisterin sorgt am Pult des Staatsorchesters für rhythmische Spannung, geschärfte Akzente, aber auch feine Transparenz- ein profilierter Mozart Ton..“. FRANKFURTER RUNDSCHAU/Georg Pepl/6.16

„…Über das episodische hinaus weist jedoch die musikalische Realisierung. Anja Bihlmaier, findet einen kraftvollen und zugleich sensiblen Mozart-Ton. Rhythmisch federnd und temporeich kommen die „Türkenmusiken“ daher. Dagegen verbinden feine Bläserfarben etwa bei Konstanzes Arie „Traurigkeit ward mir zum Lose“ transparente Leichtigkeit mit Tiefe….“ HNA /Werner Fritsch/6.16

Link zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=6a1-AVmsJX8

Rezensionen zu Rusalka in der Opernwelt 12/2015 und im Opernglas 11/2015

„Die Sensation des Abends fand einmal mehr vor der Bühne statt: Die junge Kapellmeisterin Anja Bihlmaier zeigte nach ihrem umjubelten »Werther« nun mit der »Rusalka«, dass sie zu den begabtesten Pulttalenten der jüngeren Generation gehört.“

Rusalka 26. September ∙ Staatsoper Hannover · Autor: S. Mauß · Ausgabe 11/2015

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Turbulentes Finale

Die Dirigentin Anja Bihlmaier verabschiedet sich in Hannover mit einer eindrucksvollen «Rusalka» Richtung Kassel

Rusalka Staatsoper Hannover / Autor: Rainer Wagner / opernwelt / Seite 83 / Dezember 2015

http://www.kultiversum.de/Musikopernwelt/Dezember-2015-Inhaltsverzeichnis.html

GFO-Wanderpreis für „Werther“

Die Mitglieder der GFO haben abgestimmt. Der GFO-Wanderpreis geht dieses Mal an die Neuinszenierung von Jules Massenets Oper  »Werther«.
Die Gesellschaft der Freunde des Opernhauses Hannover e.V. (GFO) wird den Wanderpreis bei einer der nächsten Wiederaufnahmevorstellungen überreichen.

 

werther

Philipp Heo (Werther), Monika Walerowicz (Charlotte) (Foto und Copyright: Jörg Landsberg)

 

Pressestimmen anlässlich der Premiere der Inszenierung am 23. Mai 2015:

Die Inszenierung allein wäre schon ein künstlerisches Ereignis ersten Ranges gewesen, die musikalische Seite stand aber der Regie in nichts nach. Die junge zweite Kapellmeisterin Anja Bihlmaier näherte sich Massenets Partitur ausgesprochen klug. Sie befreite sie von unnötigem süßlichen Zuckerguss. Prima inter pares unter den Solsiten war ohne Zweifel Monica Walerowicz als Charlotte. Sie bot eine perfekte Einheit aus darstellerischer und sängerischer Brillanz.
Philipp Heos helltimbrierte Tenorstimme verfügte über eine sehr gute Höhe und auch genügend Reserven. Mit großer sängerischer Intelligenz vermied Heo es, die Rolle in den Verismo vorzuverlegen. Einmal mehr hatte Dan Ratiu Chor und Kinderchor perfekt vorbereitet, sodass es am Ende dieses Abends Ovationen für eine ohne Abstriche packende Neuinszenierung gab, für die sich auch eine weite Anreise lohnt.

+ 01.07.15 + Das Opernglas + Stefan Mauß +

Zehn Minuten Applaus: Tolle »Werther«- Premiere in der Staatsoper
Dirigentin Anja Bihlmaier gibt der Musik viel an Schmelz und Farbnuancen, begleitet die Sänger aufmerksam und lässt die Streicher auch mal schön zuckrig schwelgen.
Der Staatsoper ist mit diesem »Werther« ein Volltreffer gelungen.

+ 26.05.15 + Neue Presse + Henning Queren +

Portrait im Jérome Kassel von Georg Pepl

Die Dirigentin Anja Bihlmaier ist die designierte Erste Kapellmeisterin des Staatstheaters

Anja Bihlmaier ist derzeit an der Staatsoper Hannover tätig, doch bald wird sie auch in Kassel bekannt sein. Die Dirigentin wechselt zur Spielzeit 2015/16 ans Kasseler Staatstheater, wo sie als Erste Kapellmeisterin und stellvertretende Generalmusikdirektorin die Nachfolge von Yoel Gamzou antritt.

 

Staatsoper Hannover 2013/2014 Portraitserie 
Anja Bihlmaier

Anja Bihlmaier stammt aus Schwäbisch Gmünd. Sie erhielt Unterricht in Violine, Gesang und Klavier und absolvierte ihre Dirigier-Studien in Freiburg und Salzburg. 2005 wurde sie in das Dirigentenforum des Deutschen Musikrates aufgenommen, und im darauffolgenden Jahr gewann sie einen Preis beim internationalen Dirigierwettbewerb „Dimitri Mitropoulos“ in Athen.

Das Operncafé zur Neuproduktion „Norma“ am 19. September und das Theaterfest am 27. September sind die ersten Veranstaltungen, bei denen sie sich in ihrer neuen Kasseler Wirkungsstätte präsentieren wird. Wir schickten ihr einige Fragen nach Hannover.

Jérôme: Frau Bihlmaier, hatten Sie ein bestimmtes Erlebnis, das Sie dazu inspirierte, Dirigentin zu werden?

Anja Bihlmaier: Mein Musiklehrer ließ mich in der 12. Klasse die szenische Kantate „Till Eulenspiegel“ mit 90 beteiligten Schülern einstudieren und dirigieren. Zuerst war ich nervös und hatte großen Respekt vor dieser Aufgabe. Aber als ich dann vor dem Orchester stand, spürte ich plötzlich eine ungeheure Energie und Freude, die mich ungehemmt musizieren ließ. Danach war es um mich geschehen – der „Dirigiervirus“ hatte mich gepackt und ich folgte meinem Weg.

Jérôme: In seinem 1960 erschienenen Buch „Masse und Macht“ meinte der Schriftsteller Elias Canetti: „Es gibt keinen anschaulicheren Ausdruck für Macht als die Tätigkeit des Dirigenten.“ Stimmt Canettis Einschätzung oder ist dies nur ein Klischee über Pulttyrannen vergangener Tage?

Bihlmaier: Es gab bestimmt Dirigenten in der Vergangenheit, auf deren Führungsstil diese Beobachtung zutraf. Für mich ist dieser Machtbegriff negativ konnotiert und findet sich weder in meinem Selbstverständnis noch in meiner Auffassung vom Dirigieren wieder. Vielmehr ist mein Anliegen, dem Orchester – einem Kollektiv hochspezialisierter Individualisten – eine Interpretation zu vermitteln, die möglichst so fundiert und inspirierend ist, dass alle bereit sind, ihre Energie dafür einzusetzen. Durch diese vereinten Kräfte möchte ich mit allen zu einem möglichst perfekten Ergebnis im Sinne der Komposition kommen.

Jérôme: Heute gibt es in Orchestern zwar viele Musikerinnen, aber im Vergleich mit den Dirigenten sind die Dirigentinnen noch immer in der Minderzahl. Ist das Patriarchat in dieser Hinsicht noch nicht überwunden?

Bihlmaier: Wenn man bedenkt, dass Frauen erst ab der Mitte des letzten Jahrhunderts den Männern gesetzlich gleichgestellt wurden und zum Beispiel nicht mehr die Einwilligung des Ehemanns brauchten, um berufstätig sein zu dürfen, ist es schon erstaunlich, wie weit wir gekommen sind. Ich wünsche mir, dass man sich diese Frage bald nicht mehr stellen muss.

Jérôme: Wie war Ihr erster Eindruck von Kassel und vom Staatstheater?

Bihlmaier: Rundum positiv: Am Tag vor meinem Probe-Dirigat wurde ich im Theater von einem hochmotivierten Sängerensemble und freundlichen Mitarbeitern zur Verständigungsprobe „Zauberflöte“ erwartet – und außerdem genoss ich Sonnenschein und blauen Himmel, abends gönnte ich mir Entspannung in der Therme. Bei der Vorstellung am Ostersonntag durfte ich dann erstmals Bekanntschaft mit dem Orchester und dem Kasseler Publikum machen. Ich war fasziniert von der Qualität des Orchesters und der Solisten, aber auch gerührt über die Begeisterung, die das Publikum ihren Künstlern und ihrem Theater entgegenbrachte.

Jérôme: In Kassel wird Ihre erste Einstudierung Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ sein. Was verbinden Sie mit dieser Oper?

Bihlmaier: Sinnliche und erotische Oper! Die Liebe in unterschiedlichsten Variationen. Es fasziniert mich, wie Mozart es schafft, sämtliche Beziehungsnuancen hörbar zu machen – darin ist er unübertroffen und für mich ein absolut moderner Mensch.

Jérôme: Verraten Sie uns Ihre Lieblingsmusik?

Bihlmaier: Das Album „Innuendo“ von Queen.

… Sind Frauen besser?

BR-KLASSIK: Das Musik-Feature

Die Orchesterlandschaft wird zunehmend weiblich – warum?
Von Elgin Heuerding

u.a. mit Anja Bihlmaier

Anu Tali | Bild: Rich Serra - http://www.rich-serra.de/

Freitag, 13.03.2015
19:05 bis 20:00 Uhr

 

Noch gibt es sie – Orchester, in denen überwiegend Männer spielen. Doch in den meisten Klangkörpern hat sich das Bild inzwischen gewandelt. Frauen haben die Orchesterlandschaft längst aufgemischt. Aber woher kommt das? Liegt es am Einfühlungsvermögen, das Frauen angeblich ausgeprägter besitzen? Oder am Teamgeist? Oder an der Fähigkeit, sich in eine Gruppe einzufügen? Lernen Frauen anders, setzen sie zeitgemäßer um? Sind sie technisch und musikalisch vielleicht sogar besser? Ist das Jahrhunderte lang gepflegte Tabu endgültig gebrochen, dass Frauen vor allem an führenden Orchesterpositionen nichts zu suchen haben? MusikerInnen, DirigentInnen oder Orchester-ManagerInnen sprechen darüber.